Once destroyed by fire, now serving for a future community fireplace.
Nachdem die Sauna der Glasfabrik immer mehr neugierige Menschen an den Rand des Leipziger Westens lockte, sollte der rückseitig liegende Teil der alten Industriehalle nun zum Verweilen einladen. Die Vision für die kargen Räume, die vor einigen Jahren dem Feuer zum Opfer gefallen waren: Eine Küche mit Gäst*innenraum, die Sauna- und Festivalbesucher*innen verpflegen und die Infrastruktur zwischen Ateliers, Wellnesbereich und Veranstaltungshalle komplettiert.
In einem kooperativen Prozess vieler Beteiligter entstand ein Plan, wie aus den dachlosen, durch rohe Backsteinwände begrenzten Räumen ein einladender Ort geschaffen werden könnte. Levin, Lara und ich übernahmen die Verantwortung für den Gäst*innenraum, machten die Detailplanung und entwickelten prototypisch die Inneneinrichtung. Basis für die Arbeit mit den Räumen waren die Materialien, die wir aus der existierenden Materie extrahierten; Backsteine, die wir aus dem Abbruch bestehender Wände gewannen formten kachelofengleich Orte des Rückzugs und der Gemütlichkeit, während alte Holzdielen, mit denen vorher einsturzgefährdete Bausubstanz geflickt und kaschiert wurde, sich zu Tischen für das Aufeinandertreffen zukünftiger Besucher*innen entwickelten und sich in die Topografie der Backsteine einfügten.
In Zusammenarbeit mit Lara Herrmann und Levin Buljubašić.